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Digitales Hybrid-Brust-PET/MRI zur verbesserten Diagnose von Brustkrebs

Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebstodesursachen bei Frauen und ein großes sozioökonomisches Problem auf der ganzen Welt. Mit den heute verfügbaren Nachweismethoden ist eine frühzeitige Diagnose von Brustkrebs in vielen Fällen noch nicht möglich. Neben dem Problem der Erkennung besteht ein immer größerer Bedarf an einer verbesserten nicht-invasiven Charakterisierung des Krebses. Zielgerichtete Therapien erfordern eine eingehende Analyse des Krebses, um eine geeignete Behandlung auszuwählen und zu steuern. Sowohl die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) als auch die Magnetresonanztomographie (MRT) können molekulare und funktionelle Informationen liefern, die für die Anpassung der Therapie eines Patienten von entscheidender Bedeutung sein können. Aktuelle Ganzkörper-PET/MRI-Systeme verfügen jedoch nicht über die notwendige Empfindlichkeit und Auflösung für diese Aufgabe. HYPMED adressiert dieses Problem durch die Entwicklung eines innovativen neuen medizinischen Bildgebungswerkzeugs.

Ziel des Projekts ist es, eine Hochfrequenzspule zu entwickeln, die an jeden regulären klinischen MR-Scanner angeschlossen werden kann und das Gerät in ein hochauflösendes PET/MRI-Hybridsystem verwandelt, mit dem selbst kleinste Brustkrebstumore identifiziert und der Krebs sowie sein Ansprechen auf die Therapie besser charakterisiert werden können. Auch die Patientinnen werden davon profitieren, da die Strahlendosis dieser neuen Technologie im Gegensatz zu anderen PET-MRI-Untersuchungen mit der einer regulären digitalen Mammographie vergleichbar sein wird. Um dies zu erreichen, wird das HYPMED-Forscherteam einen volldigitalen MRT-transparenten PET-Detektor in eine neuartige mehrkanalige PET-transparente MRT-Oberflächenspule integrieren. Der PET-RF-Einsatz wird eine erheblich verbesserte Bildgebung von Brustkrebs mit hochauflösender und ultrahochempfindlicher PET ermöglichen, kombiniert mit einem hohen Maß an struktureller und funktioneller MRT. Er wird auch minimal-invasive MRI und PET-geführte gezielte Biopsie ermöglichen. Mit dem PET-RF-Einsatz von HYPMED könnte jeder reguläre klinische MRT-Scan bei Bedarf in ein hybrides PET-System verwandelt werden.

Das Projekt wird auch die Auswirkungen dieser Technologie auf die Brustkrebsdiagnose, die Vorhersage und die Überwachung/Bewertung des Ansprechens auf die Behandlung durch eine sorgfältig konzipierte klinische Studie bewerten, die etablierte und neuartige PET-Tracer bei 250 Patienten einsetzt. Die Bildgebungsdaten werden mit etablierten und neuen molekularen Biomarkern korreliert und die Ergebnisse werden mit denen von Ganzkörper-PET/MRI und PET/CT verglichen. Ein multidisziplinäres Konsortium aus klinischen Wissenschaftlern, drei KMUs und einem Industriepartner wird den Weg für die Kommerzialisierung von HYPMED-Produkten für die erweiterte klinische Entscheidungsfindung bei Krebspatienten ebnen. Sobald HYPMED erfolgreich ist, wollen die Projektpartner diese Innovation auf andere medizinische Anwendungen wie Prostatakrebs oder kardiale Hybridbildgebung ausweiten und einen Paradigmenwechsel auf dem Gebiet der PET/MR-Hybridbildgebung insgesamt einleiten.

Das HYPMED-Konsortium setzt sich aus zehn Partnerorganisationen aus Europa zusammen. Dem Konsortium gehören große Universitäten, Forschungsinstitute, Kliniken sowie die Großindustrie und kleine bis mittlere Unternehmen an. Weitere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie bei Professor Volmar Schulz oder auf der HYPMED Website.