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ELSA-AID Künstliche Intelligenz in der Diagnostik: Ethische, berufliche und soziale Aspekte

ELSA-AID Logo Urheberrecht: © Helen Heinrichs

Künstliche Intelligenz (KI) verspricht signifikante Verbesserungen im Gesundheitswesen und gilt
als Wegbereiter der Präzisionsmedizin. Besonders in der Diagnostik, wo KI eingesetzt werden
kann, um Daten automatisiert zu erheben, auszuwerten und zusammenzuführen, kann der Nutzen
für Patienten enorm sein. Zugleich werden die Herausforderungen einer durch KI unterstützten
Diagnostik deutlich: Medizinische Disziplinen müssen stärker kooperieren und lernfähige KI in
Routineabläufe integrieren. Es resultieren neuartige Beziehungen im medizinischen Umfeld durch
Einflechtung von KI a) in Arzt-Arzt und b) in Arzt-Patienten Beziehungen, welche u.a. neue Fragen
zu Verantwortung aufwerfen und c) Vertrauen in Diagnostik neu definieren. Trotz großer Fortschritte in der KI-unterstützten Diagnostik wurden soziale und ethische Konsequenzen – obwohl essentiell für die Implementierung in der Klinik - kaum untersucht. Dieses Projekt wird die Zusammenhänge mit empirischen und normativen Methoden untersuchen, und Wege zum Wohle von Patienten und Gesellschaft vorschlagen. Wir werden evaluieren, wie Mensch-Maschine-Schnittstellen für
die Diagnostik ideal konzipiert werden können. Dazu werden wir Demonstratoren entwickeln, als
Basis für vertiefte Diskussionen zu Transparenz selbstlernender medizinischer Entscheidungsunterstützungssysteme, für die Kommunikation möglicher Implementierungsszenarien und für einen
Beitrag zur Klärung der Rolle KI-gestützter Diagnostik innerhalb der digitalen Medizin.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website des BMBF oder auf den Webseiten unserer Projektpartner dem Lehr- und Forschungsgebiet Angewandte Ethik und dem Fraunhofer MEVIS .